Editorial
Kaum drei Monate sind seit dem Erscheinen der letzten News vergangen und auch wenn unsere Welt ein und dieselbe geblieben ist, so dürfte sich zumindest unser Bewusstsein im Verlauf der Corona-Krise geändert haben.
Obwohl alle betroffenen Länder die nötigen Schritte zur Eindämmung der Pandemie innerhalb der eigenen, nationalen Grenzen gesetzt haben, wurde uns dennoch klar vor Augen geführt, letztlich nur gemeinsam Oberhand über den ansteckenden Erreger gewinnen zu können.
Mit Ausnahme von wenigen Ländern sind nun alle von der Krankheit betroffen, nicht so wie in der Vergangenheit, wo Ebola, Sars und Vogelgrippe lokale Seuchen waren, die uns im Westen kaum zu betreffen schienen.
Sollte es uns nämlich nicht gelingen, die Ausbreitung der gefährlichen Krankheit durch gemeinsames, solidarisches Handeln zu verhindern, dürften wir noch lange mit Angst, Schutzmaske und eingeschränkter Reisefreiheit zu leben haben.
Zu hoffen bleibt jedenfalls, die eigene Betroffenheit würde unsere Aufmerksamkeit auch dorthin lenken, wo die Mittel zur Rettung von Menschenleben weitaus weniger gegeben sind, als bei uns im wohlhabenden Westen.
Herzlichst, Reinhart Buchegger