Lesotho – Es geht weiter…
Der anhaltende Mangel an Niederschlägen der letzten Jahre führten zu einer bescheidenen Ernte, die bereits Ende Februar aufgebraucht war. Durch den Lockdown wurde die Situation verschlechtert. Die Preise für Grundnahrungsmittel stiegen, die Schulkinder mussten zu Hause bleiben und hatten natürlich kein Schulessen. Zusätzlich mussten auf Grund der Pandemie Hygieneartikel angekauft werden – doch Seife kann man leider nicht essen!
Um den ersten Engpass abzufedern wurden finanzielle Mittel bereitgestellt, womit Maismehl, Öl und Hygieneartikel beschafft werden konnten.
Über eine Schweizer Initiative konnten von unserem Vertrauensmann Tsepo aufgetriebene Corona-Plakate vervielfältigt und in Schulen, Geschäften und lokalen Orten verteilt werden. Auf diese Weise wurden Schüler_innen, Eltern und die übrige Bevölkerung über das passende Verhalten während der Pandemie informiert. Schutzmasken aus lokaler Produktion wurden besorgt und verteilt.
Gleichzeitig wurde zu Testzwecken für die Pre-School auch ein feuerholzsparender Ofen angekauft, dessen Wirkungsgrad mithilfe eines von Solarstrom angetriebenen Ventilators gesteigert wird und bis zu 80% Energie einsparen hilft. Gleichzeitigt wird mit dem Solarpanel ein Akku aufgeladen, der die Beleuchtung eines Raumes, das Aufladen eines Handys etc. ermöglicht. Damit können Kinder am Abend lernen, lesen oder andere Tätigkeiten ausführen.
In der Hoffnung auf Regen - es beginnt ja jetzt das Frühjahr - soll darüber hinaus ein Wasser-Tank zur Versorgung eines Schulgartens besorgt werden.
Bernhard Lang